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6. Oktober 2009
Wie ich es sehe Kolumne Teil 3
Das war also der Saisonstart, auf den ich mich so gefreut habe. Naja, der September war wohl noch nicht ganz so unser Monat. Auch eine Truppe mit diesem Potential darf sicher hin und wieder mal ein Spiel verlieren. Aber gleich viermal hintereinander und dann auch noch gegen Teams, welche die Playoffs dieses Jahr wohl nur bei Sky erleben. Krefeld, Straubing und Zach`s Maurermeister sollten wir eigentlich im Griff haben.
Da kann die persönliche Stimmung schon mal auf null sinken. Tut einem ja hinterher leid wenn man die Freundin wegen Kleinigkeiten anmault, aber Niederlagen gehen mir nun mal auf die Nerven.
Um den September noch zu retten kam Kölle, die sch... vom Dom. Coach Mason stellte bei einem Sieg ein Kabinenfest in Aussicht. Für einen Vorderzahn von Ivan Ciernik kamen noch mal zwei trainingsfreie Tage dazu. Gute Freunde werden Doug und der kölsche Mobber wohl nimmer. Deswegen hat es mich auch unheimlich gefreut, dass wir nach dem Sieg demonstrativ unseren Trainer auf dem Eis gefeiert haben. Da war Ivan der Schreckliche aus Gewohnheit schon wieder unterwegs Sandsäcke vor die Kabinentür zu legen. Angst vor Hochwasser verfolgt wohl ein Leben lang.
Sonntags drauf, nach Düsseldorf. Da kann man mal verlieren wenn man gern 3 gegen 5 spielt!
Doch dann war es endlich soweit. Das erste Derby der Saison. Schnell noch mal von der Freundin eine scheuern lassen, damit man so richtig in Stimmung kommt und ab in die verbotene Stadt! Vorbei an den zahnlosen Hartz-IV Empfängern in Laiens-Trikots, die vor der Halle lungerten und in unverständlichem deutsch Anti-Mannheim Lieder grölten. Die Verwaltung sollte ein paar brennende Fässer davor stellen, damit das Township-Feeling noch besser rüberkommt. Ausserdem weiß in Mannheim jedes Kind: Drogen sind gefährlich. Aber was passiert in Frankfurt? Man stellt einen Konsumenten mit einem Mikrofon aufs Eis und lässt ihn im Wahn Tabellen ausrechnen. Kleiner Tipp an Rüdiger Strolch: Erst die Schnitzel verteilen, wenn die Sau tot ist! Rechnet die hessische Labertasche doch tatsächlich den Punktestand nach einem Löwen-Sieg vor !!!
Gut, im ersten Drittel sah es nicht gut aus für uns. Aber unser Coach fand in der Pause die richtigen Worte.
Mason: Jungs. Ick hab nock nickt das Derby gesehen. Mackt es für Euck und for die Fans. Und Nathan, Dein Toreschiessverbot ist aufgehoben!
Robinson: Ok, Coach. Now, in the second period?
Mason: Yes! Shut them out of this fucking hall!
Und siehe da, Nathan Robinson durfte endlich wieder Tore schiessen. Super Spiel, toller Kampf und die Tore auf der richtigen Seite. Pech für Laiens-Goalie Flash Gordon, dass wir neben Robinson noch einen Kinger haben. Scott King kann man definitiv nicht ausschalten. Der für mich beste Neuzugang seit langem!
Es tut so gut mit 5 Liter Äppler im Blut und einem Grinsen dort zu sein, wo Frankfurt am schönsten ist. Nämlich auf der Autobahn nach Mannheim!
Nach einem Tag Äpplerkater gabs schon wieder Hessen. Diesmal die Guten aus dem Norden. Dass unser alter Freund Adam Hauser besonders motiviert war, hatte er mir ja geschrieben, aber dass man die ersten beiden Drittel so nachtragend sein kann, kenne ich eigentlich nur von meiner Süßen. Im Schlussabschnitt war es allerdings, als hätte man die Huskies auf Gleise gestellt und zugesehen wie ein ICE der deutschen Bahn sich seinen Weg durch die Kurpfalz bahnt. Nach 0:3 noch 5:3 und alles im grünen Bereich und nur noch sechs Punkte hinter den Ossis und ich bin mental wieder voll auf Adler-Droge. Ein geiles Wochenende!
Den Rest lese ich im Mannheimer Morgen nach, wenn der Schorle nachlässt.
So long Fans, sehen uns in der Arena
Euer Pälzer Bu
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